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Ausziehritual - Fortgeschrittene

Je mehr Sie sich trauen, sich Ihrem Partner so zu zeigen wie Sie sind, desto mehr Schichten verborgener innerer Vorgänge steigen nach oben. So können Sie Schale um Schale abtragen und finden dadurch zu immer größerer Intimität.

Yoni und Lingam sind die tantrischen Namen für die männlichen und weiblichen Geschlechtsteile. Sie spielen bei der Sexualität zwar eine wichtige Rolle, werden aber meist nur wie Werkzeuge benutzt, statt gewürdigt und geachtet zu werden. In unserer Kultur wird meist nur abwertend oder „schmutzig“ über sie geredet. Viele Menschen können sich insofern gar nicht vorstellen, dass man Yoni und Lingam verehren und bewundern kann als wichtige Schöpfungsorgane, die Leben und Freude spenden und Menschen tief miteinander verbinden können. Der erste Schritt der Verehrung besteht darin, sich für Yoni und Lingam Zeit zu nehmen: sie anzuschauen und gegenseitig in allen liebevollen Details zu zeigen. Wie werden sie am liebsten genannt, berührt, stimuliert? Für Frauen ist es gut, zuvor mit einem Spiegel die eigene Yoni zu erkunden und die Einzigartigkeit dieser Wunderblume zu bestaunen. Dieses Ritual sollte in einer Paarbeziehung durchgeführt werden. Nach dem oben beschriebenen Ausziehritual kann jetzt das Zeigen des Sexzentrums erfolgen: die äußeren Details ebenso wie die dort „versteckten“ Bedürfnisse, Sehnsüchte, Ängste und Blockaden. Lassen Sie sich viel Zeit. Vielleicht möchten Sie auch ein Photo machen? Bei der Frau sind die äußeren und inneren Blütenblätter, die Lage der Klitoris, der Eingang zum Tempel zu bestaunen. Auch der Lingam hat so viele Facetten: manchmal einen großer Sack, der sich ganz weich anfühlen und manchmal ganz zusammenziehen kann, die Eichel und das Bändchen, der Eichelrand. Wo ist er am empfindlichsten?. Einfach diese Wunderwerk der Schöpfung zu betrachten und zu zeigen, dafür nehmen wir uns meistens keine Zeit, sondern gehen eher funktional mit dem Körper um. Schließlich bekommen auch Yoni und Lingam einfach liebende und nährende Berührungen mit der Botschaft: „Du darfst endlich mal entspannen und musst nichts leisten.“ Absichtslos kann der Lingam eine Weile gehalten und dann mit Öl massiert und gestreichelt werden, ohne gezielt sexuell stimulieren zu müssen. Auch hier wird zum Ausklang die Hand oder beide Hände still auf oder um den Lingam ruhen lassen. Das Gleiche gilt auch für die Yoni. Die wenigsten Yonis kennen es, dass eine Männerhand sie umschließt und einfach nur hält. Dabei kann eine Hand über das Gesicht der Frau streicheln mit dem Satz: „Du brauchst nichts tun, nichts leisten. Du darfst aufatmen und einfach entspannen!“ Damit kommt der ganze Druck, den sich Frau und Mann beim Sex gegenseitig machen einmal heraus. Es ist nicht nötig, Orgasmen „erwirtschaften“ zu müssen, wie das manchmal mit viel Fleiß und Einsatz und Anstrengung versucht wird. Jetzt ist kein Ergebnis, kein Resultat im Blick, sondern Sie sind in Echtheit, Ehrlichkeit und Entspanntsein beieinander. Einfach so. Wenn Sie sonst noch etwas tun wollen, atmen Sie voll und tief in Yoni bzw. Lingam hinein. Das Ritual kann ausklingen mit einer nackten Herzumarmung oder einer sanften Vereinigung.

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