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Ablauf eines Tantra Rituals

Ein Tantraritual zuhause gestalten? So funktioniert es!

Den Tantra Ritual Platz gestalten

Ein Tantraritual findet im tantrischen Tempel statt. Richten Sie den heiligen Raum her. Sie brauchen eine Matte, ein Meditationskissen, ein großes Handtuch und eventuell Massageöl. Schmücken Sie Ihren kleinen Tempel mit Blumen, Tüchern, Kerzen und persönlichen Ritualgegenständen. Dann duschen und schmücken Sie auch sich. Vielleicht binden Sie sich ein schönes Tuch um, stecken sich eine Blume ins Haar.... Ein bezaubernder Duft aus einer Duftlampe kann den Raum durchziehen und eine sanfte Musik die Herzen "erwärmen". Achten Sie darauf, dass der Raum auch warm genug ist.

Weitere Informationen und Anregungen zum tantrischen Tempel

Beginn des Tantra Rituals

Nehmen Sie zusammen mit Ihrem/Ihrer Partner/in den Platz im Ritualraum ein. Setzen Sie sich zunächst für einige Minuten in Stille mit geschlossenen Augen gegenüber. Atmen Sie die Atmosphäre sanft und tief in Ihr Herzchakra (Mitte der Brust) und in Ihr ganzes Wesen ein. Wenn Sie die Augen öffnen, so nehmen Sie sich Zeit, sich umzuschauen, um das, was Sie sehen, in sich hineinzulassen. Werden Sie berührt von der Kostbarkeit dieses Augenblicks in der Schönheit Ihres kleinen Tempels und in der gemeinsamen Anwesenheit. Schauen Sie sich dann in die Augen. Es gibt nichts besonderes zu tun. Atmen Sie langsam und tief und spüren Sie sich!

 

Sich im Tantra Ritual verbinden

Verbinden Sie sich nun ganz bewusst mit Ihrem Partner. Fassen Sie sich an einer Körperseite an den Händen. Spüren Sie in diese Möglichkeit, sich zu verbinden, statt getrennt zu sein, hinein. Nehmen Sie die Temperatur und den Druck der Hände wahr und vielleicht auch das Feine, das zwischen Ihnen strömt. Spüren Sie die körperliche Verbindung von Mensch zu Mensch, von Mann zu Frau. Die Arme auf der anderen Körperseite öffnen sich symbolisch nach oben. In unserer polaren Welt ist der Himmel oben und die Erde unten, aber in Wahrheit gibt es kein oben und unten. Doch in der Welt der Formen bedeutet diese Geste eine bewusst vollzogene Öffnung für das Größere, das Weite, das Heilsame. Sie erinnert Sie an die höheren Dimensionen Ihres Seins und führt Sie nach innen:

Das innere Gebet

Tantra selbst ist keine Religion, aber es lädt die spirituelle Dimension ein. Es vereint die irdische Dimension mit der himmlischen: die Sexualität mit der Spiritualität. Ein Tantraritual beginnt deshalb mit einem inneren Gebet. Dabei werden die unterstützenden Kräfte im eigenen tiefen Wesenskern eingeladen. Es ist wichtig, dass jeder Mensch die zu ihm passende Form wählt. Wer keine Religion hat, lädt Eigenschaften ein, die für ihn Wesentliches ausdrücken, zum Beispiel Heilung, Freude, Liebe, Achtsamkeit, Respekt. All das sind Hilfen, sich mit der Quelle, die ja eigentlich formlos ist, zu verbinden. Gegenübersitzend verbinden sich die Tantraritual-Partner mit einer Hand, die andere Hand ist symbolisch nach oben geöffnet.

Respekt durch Zentrierung

Dann falten Sie die Hände vor der Brust, so dass die Daumen zum Herzzentrum, in der Brustmitte, zeigen und dort auch sachte berühren. Legen Sie die Arme nicht eng an den Brustkorb an, sondern lassen Sie Luft unter den Achseln. Achten Sie darauf, die Schultern zu entspannen. Diese Geste ist in vielen Religionen als Gebetshaltung wiederzufinden. Sie führt zu Zentriertheit und Präsenz. Fühlen Sie Ihr Körperinneres und besonders Ihr Herz. Verbinden Sie sich mit allem, was Ihnen am Herzen liegt. Lassen Sie Ihr Herz so weit werden wie möglich und geben Sie Ihrem Gegenüber einen guten Platz darin.

 

Tantra Ritual: Namasté Verneigung

Als Zeichen des gegenseitigen Respekts und einer tiefen Würdigung dessen, was Sie tun, verbeugen Sich sich in einer Herz- zu Herzbegrüßung, bis Sie sich an der Stirn berühren. Fühlen Sie in diese Berührung hinein und erlauben Sie sich, sie auszukosten. Verschwinden Sie miteinander in der Wahrnehmung der Berührung am dritten Auge und vergessen Sie für einen Augenblick alles andere. Dann kehren Sie in Ihrer Zeit zurück.

 

 

 

Das Göttliche grüßen

Jetzt ist es Zeit, dass Sie sich mit Worten begrüßen. Auch Worte können wie ein Tanz oder eine Melodie das Band zwischen Ihnen weben. Es können Worte sein, die den anderen willkommen heißen und wertschätzen. Sie können  heilige Mantren rezitieren oder ganz natürlich bleiben: „Schön, dass du dieses Ritual mit mir machst. Ich freue mich, dass du da bist“ In Tantrabüchern wird das Namasté vorgeschlagen, was bedeutet: „Ich grüße das Göttliche in dir“. Zwingen Sie sich nicht zu Worten, mit denen Sie nichts anfangen können. Vertrauen Sie stattdessen Ihrem Herzen und seinen Impulsen. Nehmen Sie sich dann Zeit, über Grenzen zu sprechen, die bei dem folgenden Tantraritual eingehalten werden sollten.

 

Vielfältige Ritualinhalte

Nun beginnt das eigentliche Tantraritual. Alles vorherige war nur die nötige Einstimmung, um den inneren Raum von Achtsamkeit und liebevollem Dasein zu öffnen. Es empfiehlt sich, mit Bewegung oder Tanz zu beginnen. Danach kann eine Massage oder eines der vielen Rituale aus dem Tantra Download stattfinden. Sie können Ihre Körper bemalen oder in ein bewusstes Liebesspiel eintauchen. Das Tantraritual ist manchmal himmlisch schön und manchmal nicht. Wenn Sie um Heilung gebeten haben, geschieht Heilung – aber die Form, wie sie erscheint, die steht nicht mehr in Ihrer Macht. Manchmal gilt es, störende Verhaltensweisen zu erkennen, um sie auflösen zu können. Dann werden sie deutlicher als sonst zu Tage treten.

 

Tantra Ritual: Austausch der Erfahrungen

Am Ende eines Tantrarituals ist es schön, noch beieinander zu liegen, um das Erlebte miteinander ausklingen zu lassen. Schöne Musik verankert die Erfahrung und nährt die Seelen. Nehmen Sie sich danach Zeit zum Austausch Ihrer Erfahrungen. Sprechen Sie abwechselnd. Eine Struktur beim Reden erweist sich als sinnvoll: Begrenzen Sie die jeweilige Redezeit und sprechen Sie abwechselnd.  Das schönste Geschenk beim offenen Austausch ist die Wahrheit Ihres Erlebens: Welche Phase war leicht, welche schwierig? Wo bin ich an eine Grenze gestoßen? Welche Berührungen waren gut für mich? Sprechen Sie nur vom eigenen Erleben. Machen Sie sich einfühlbar für Ihren Partner/ Ihre Partnerin.

 

Abschluss und Dank

Atmen Sie zum Herzen hin. Lassen Sie Ihr Herz mit dem Ausatmen so groß werden, dass Sie beide darin Platz habt. Werden Sie für einen Moment „ein Herz und eine Seele“, indem Sie sich gegenseitig von Ihren Herzen umschließen und durchdringen lassen. Im Bad der verschmolzenen Herzen öffnen Sie die Augen. Nehmen Sie sich  genug Zeit, das „Göttliche“ im anderen als Spiegel von Ihnen selbst zu erfahren. Wie zu Beginn danken Sie miteinander den "eingeladenen Kräften", die Sie als Unterstützung für diese Erfahrung eingeladen hatten.

 

Das Tantra Ritual beenden

Verbeugen Sie sich dann mit gefalteten Händen als Ausdruck der Achtung und des Respekts voreinander. Nehmen Sie die Berührung im dritten Auge mit Ihrem Atem tief auf. Lassen Sie sie in sich eindringen, vielleicht bis ins Herz hinein. Tauschen Sie danach individuelle Worte des Dankes aus, z.B. „Ich bedanke mich bei dir, dass ich dich berühren durfte!“ Es ist schön, gemeinsam und schweigend den Tempel aufzuräumen oder mit einem "open end" zu schauen, was jetzt zwischen Ihnen noch geschehen möchte. Wie wäre es mit dem Vereinbaren einer weiteren Begegnung im Tantra Tempel?  

Veranstaltungen:

  • 1.01. - 31.12.

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