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Den Körper annehmen

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Kaum eine Frau genügt den gängigen Schönheitsidealen. Diese werden unaufhörlich um sie herum demonstriert. Tag für Tag. Der eigene Körper ist aber einfach anders. Das ist die schlichte Wahrheit, eine nackte Tatsache im wahrsten Sinn des Wortes. Mit dieser Tatsache müssen sich Frauen tagtäglich auseinandersetzen. Sie vergleichen sich permanent mit anderen Frauen - oder noch schlimmer - mit den perfekten Körpern in der Werbung, auf den Titelseiten von Zeitschriften und Plakaten. Mit dem Ergebnis, dass sie sich ungenügend, ja sogar mangelhaft empfinden. Das dadurch gestörte Selbstwertgefühl schlägt sich natürlich im Erleben der körperlichen Liebe nieder. Anstatt sich hinzugeben, beginnt ein innerer Kampf durch die eigene Abwertung und den Versuch, ungeliebte Körperstellen zu verbergen und zu verstecken. Manche Frauen ziehen sich sogar lieber vom Sex zurück, als sich den Blicken eines Mannes auszusetzen, wenn sie ihren Körper nicht schön finden. Viele Frauen glauben, dass auch ihr Partner durch diese Brille der Abwertung schaut und sie verurteilt. Die Auswertung von Fragebögen aus Männervorträgen und -seminaren zeigt jedoch, dass Männer zwar auf optische Reize in ihrer Umgebung reagieren, aber mit ihrer Partnerin überhaupt nicht unzufrieden sind, trotz all der kleineren oder größeren Abweichungen von der Idealfrau. Ganz im Gegenteil: Männer wünschen sich eine erfüllende Sexualität. Da ist ein zu großer Po, ein klein geratener Busen, der üppige Bauch eher unwichtig.

Ganz selten "besteht" ein Mann auf den perfekten Frauenkörper. Wenn Ihnen so ein Mann begegnet, lassen Sie ihn weiterziehen, denn wenn jemand nur auf den Körper schaut, ist keine Liebe im Spiel. Andererseits soll das natürlich nicht bedeuten, dass Sie Ihren Körper vernachlässigen. Denn die Gesundheit und Gründe des körperlichen und seelischen Wohlbefindens verlangen, sich im Rahmen des Machbaren um den Körper zu kümmern .

Je älter eine Frau wird, desto schlechter fällt das Urteil über den eigenen Körper aus. Vielleicht mag tapferer Einsatz im Fitness-Studio die Illusion ewiger Jugend um ein paar Jahre verlängern. Irgendwann jedoch kommt der Tag, an dem das „Spieglein an der Wand“ die befürchtete Botschaft verheißt. Schneewittchen ist „in“ und das bleibende Symbol weiblicher Erotik. Jede älter werdende Frau sich diesem Thema stellen und Abschied nehmen von der Identifizierung mit dem jungen Frauenkörper. Aber auch junge Frauen leiden am Model-Syndrom. Fastenkuren und immense Anstrengungen werden dort unternommen, wo die Hoffnung auf den idealen Körper noch Nahrung findet. Doch sogar die Schönsten der Schönen, die Models, sind unglücklich angesichts der Abweichungen von den perfekten Zentimetermaßen oder Muttermalen am falschen Fleck. Den makellos Schönen schließlich droht doch im Hinterstübchen der unaufhörlich mahlende Zahn der Zeit. Es gibt tatsächlich Frauen, die lieber auf Sex verzichten, als sich den Blicken eines Mannes auszuliefern. Eine mit ihrem Körper sehr unzufriedene Frau berichtete, dass Sex auf ihren Wunsch hin nur als Quickie im dunklen Schlafzimmer stattfindet. So muss sie nicht ganz verzichten und braucht sich mit dem ungeliebten Körper nicht zu zeigen. Ungeachtet dessen bleibt das Drama der älter werdenden Frau bestehen. Sie muss damit fertig werden, dass sie, was das sexuelle Begehren betrifft, in unserer Gesellschaft aus dem Raster fällt. Wieso stürzen sich die Männer auf die jungen, knackigen Frauen? Gibt es einen Grund dafür? Ja, und zwar einen ganz banalen.

Es ist ein biologischer Grund. Die Männer werden dort am meisten sexuell angezogen, wo die größte Chance auf Fortpflanzung besteht. Unabhängig davon wie alt der Mann ist. Die Frau in den Wechseljahren ist fortpflanzungs-untauglich geworden. Und damit offensichtlich aus dem Blickfeld verschwunden. „Jetzt pfeift mir keiner mehr nach!“ formulierte eine Betroffene.

Schon ganz junge Mädchen und Frauen unterliegen den gängigen Modetrends und mühen sich für die Anerkennung der körperlichen Schönheit Tag für Tag ab. In „Twiggy-Zeiten“ war es in, spindeldünn zu sein. Das hat viele wohl proportionierte junge Frauen zum Dauerhungern veranlasst. Viele magersüchtige Mädchen meinen, immer noch zu dick zu sein.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Frauen Strategien entwickeln, mit dieser für sie unerfreulichen Situation klarzukommen. Diejenigen, die auf Nummer sicher gehen wollen, ziehen sich aus dem „Geschäft“ mit dem Sex ganz zurück. Damit müssen sie sich den Blicken von Männern nicht aussetzen. Sie sind damit zwar nicht glücklich, sparen sich aber die schmerzhafte innere Auseinandersetzung bei jeder körperlichen Begegnung. Frauen, die alle Phasen ihres Lebens als Chance zum inneren Wachstum und zur Reifung nützen wollen, bleibt nichts anderes übrig, als sich den Herausforderungen mutig zu stellen. Sie laufen nicht vor sich selbst davon, sondern schauen dem Schmerz gerade weg ins Auge. Sie sind bereit, das Frausein und die Sexualität gerade wegen der auftauchenden Ängste neu zu durchwandern und dabei sogar eine höhere Stufe von Bewusstheit und Intimität zu erlangen. Denn jede vermeintliche Wunde kann ein Türöffner sein für eine noch tiefere und reifere Sexualität. Wer nur auf schöne Formen schaut, hat deswegen nicht unbedingt auch eine schöne sexuelle Begegnung. Manchmal ist eine schöne Form nur eine leere Hülle. Die schöne Form allein kann keine Erfüllung bringen. Dennoch sind die Formen da, um zu erfreuen. Warum nicht?

Doch die Frau, die sich auf tieferer Ebene auseinander setzt und sich mit der Vergänglichkeit konfrontiert, erfährt, dass alle Formen kommen und gehen. Keine ist je so geblieben wie sie war. Formen gehören in die Zeit. Sie entstehen und fallen wieder in sich zusammen. Sie bilden die Welt der Illusionen und vermögen es, uns zu verzaubern, zu bannen oder zur Verzweiflung zu treiben. Das Spiel der Formen ist das große Ablenkmanöver von einer anderen Wirklichkeit. Verlieren wir uns nicht in Verschönerungsversuchen der körperlichen Form, können wir die spirituelle Daseinsebene betreten. Dort wird der Körper nur zur Kommunikation genutzt. Er soll dazu dienen, sich mit anderen im Wesen zu verbinden. Das bedeutet, dass das eigentliche lebendige Wesen durch den Körper wirkt, aber nicht der Körper ist. Diesem Wesen zu begegnen bringt Erfüllung. Dazu kann der Körper genutzt werden. Dann ist es völlig egal, ob Sie ihn als schön oder hässlich, alt oder jung beurteilen.

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  • 1.01. - 31.12.

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