BeFree Tantraseminar an Silvester: Zwischen Freiheit und Begrenzung
Das BeFree Tantraseminar an Silvester 2010-2011 hatte die Begegnung und Bewegung zwischen Freiheit und Begrenzung zum Thema. Alle Seminarteilnehmerinnen dieses größten Jahresevents der BeFree Tantraschule waren von Herzen willkommen, um sich selbst zu erfahren und zu erweitern. Silvester im Tantra Tempel zu verbringen ist immer wieder eine Entscheidung für einen besonderen Jahreswechsel. Das Spiel des Lebens wird für die gemeinsamen Tage aus dem Alltag herausgelöst und damit von zuviel Ernst und Pflichten befreit. In einer Atmosphäre von Achtsamkeit und neuen Erfahrungsmöglichkeiten geschieht für viele ganz von selbst Befreiung und Erweiterung, die danach positiv in den Alltag hineinwirkt. Wie immer standen uns neben dem sehr großen Seminarraum, der durch entsprechende Dekoration von den Assistenten zu einem Tantra Tempel umgestaltet wurde, weitere Seminarräume, das Café im ersten Stock und die Sauna zur Verfügung. Jeden Tag gab es vier verschiedene Nachmittagsangebote, so dass die Teilnehmer des BeFree Tantra Silvesterseminars aus einer Fülle von Möglichkeiten wählen konnten, z.B. Körpermalen, die Tantra Brustmassage, Gesprächsrunden zum Aufarbeiten der Erfahrungen, Familienstellen, Filmausschnitte eines Vortrags von Eckhart Tolle (mit freundlicher Genehmigung des Kamphausen Verlages), Klang- und Stimmwelten entdecken und erfahren uvm. Das Café wurde für gemütliches Zusammensein in der Mittagspause rege genutzt.
Schon am ersten Abend des BeFree Tantra Silvesterseminars bildeten jeweils fünf Personen per Zuwahlauswahl eine "Tantrafamilie". In dieser vertrauten Kleingruppe war es leichter, sich zu öffnen. Täglich fand sich mit unterschiedlichsten Anregungen diese Tantrafamilie "zuhause" ein, um sich gegenseitig in Prozessen zu unterstützen und zu fördern. So war es möglich, in der großen Gruppe darauf zu achten, dass es jedem gut ging. Wenn jemand fehlte, wurde es schnell bemerkt, so dass sich die Assistenten kümmern konnten. Die Idee der Tantrafamilie kam rundum gut an. Tatsächlich waren die fünf "Familienmitglieder" am Ende des Tantraseminars ganz besonders innig miteinander verbunden. Mehr noch: während der Tage konnten Erfahrungen aus den Bereichen Liebe, Partnerschaft und Sexualität
miteinander besprochen und ausgetauscht werden, weit jenseits dessen, was in einer üblichen Familie möglich ist. Männer und Frauen trennten sich in einem sehr bewegenden Ritual für einen Tag und eine Nacht. Das Essen wurde in dieser Zeit schweigend eingenommen. Kontakt zwischen Mann und Frau gab es nicht - es sei denn durch verstohlene Blicke da und dort. Die Frauen wuchsen im Kreis der Frauen zu einer pulsierenden Energiewelle von Weiblichkeit zusammen. Die männliche Kraft ertönte in Trommeln und Rhythmen von weit her bis an die Grenze der weiblichen Pforte. So entstand eine besondere Magie, die sich auf erneute Begegnung hin verdichtete. Die Trennung von Frauen und Männern ist bei jedem Tantra Silvesterseminar eine kraftspendende Zeit. Frau und Mann erfahren eingebettet in die Energie der Weiblichkeit bzw. Männlichkeit eine innere Sammlung und Stärkung. Dabei gibt es stets auch die Herausforderung, unnötige Begrenzungen zu erkennen und hinter sich zu lassen. Neben dem individuellen Frau- oder Mannsein werden auch kollektive Muster sichtbar und lassen sich lockern, manchmal sogar ganz auflösen. Durch die Trennung und die eigene Arbeit an sich selbst im jeweils geschützten Männer- bzw. Frauenkreis entsteht zudem leichter ein versöhnender Blick auf das andere Geschlecht. Deswegen dient das Ritual des Wiedersehens auch immer der Versöhnung und des Neubeginns in Respekt und Würdigung. Beim Silvester Tantraseminar 2010-2011 wurde die wunderbare männliche Kraft in einem Riesenphallus dargestellt, dessen Schönheit und Licht das Staunen erweckte, das dem Mann und seinem Lingam gebührt.
Im Kreis der Frauen gibt es bei jedem Silvester Tantraseminar ein anderes Thema. Doch geht es immer darum, das unnötige "Korsett" zu lösen, das Frauen am freien Ausdruck ihrer Liebe und Sexualität hindert. Viele Schritte gelingen unter Frauen leichter. Gemeinsames Lachen und manchmal auch gemeinsame Tränen schaffen eine heilsame Verbindung jeder einzelnen Frau mit dem gemeinsamen Frauenschicksal. Die immense Kreativität von Frauen macht sich stets automatisch breit. Diesmal entstand die wunderschöne riesengroße Yoni - ein leuchtender weiblicher Schoß voller Bereitschaft zur Hingabe und zum Empfangen der Männer und der männlichen Energie. Die Pforte blieb jedoch so lange verschlossen, bis die liebenden und versöhnenden Worte der Männer die vielen kleinen
Frauenherzen und das große Frauenherz berührt hatten. Erst dann konnte wirkliche Öffnung entstehen. Im Frauenkreis wurden in gemütlicher Atmopshäre bei Kaffee und Gebäck in vielen Farben und Formen die Umschläge für alle Tarotkarten gemalt und verzaubert. Ein fröhliches Frauengeschnatter, Gespräche über Mann, Sexualität, Gott und die Welt sorgten für entspanntes Beisammensein und beschenkten das Silvester-Ritual gleichzeitig mit einer bunten Dekoration. Am Neujahrstag holte sich jeder Seminarteilnehmer seinen Umschlag um sich von der Tarotkarte im Innern überraschen zu lassen. In der Pause lagen im Café einige Tarotbücher bereit, für all diejenigen, die mehr über die Bedeutung ihrer Karte wissen wollten. Die Seminarleiterin Regina Heckert war wie jeden Tag im Café anwesend, um Fragen zu beantworten oder Hilfen zu geben.
Im Kreis der Frauen entstanden wunderschöne, ganz verschiedene Ausdrucksformen der Weiblichkeit. Jede Frau gestaltete mit offenen oder geschlossenen Augen aus Ton ihre Yoni. Diese kreative Arbeit war in ein Ritual eingebettet. Die Fülle der entstandenen Tonyonis faszinierte nicht nur alle Frauen. Auch die Männer staunten angesichts der Vielfalt und Unterschiedlichkeit.
Tantra an Silvester: Sehen Sie hier alle getöpferten Yonis in unserer Bildergalerie »
Im Kreis der Männer wurde nicht nur getrommelt und gesungen. In der Gesprächsrunde mit Dinesh Juckoff konnten wichtige Männerthemen, wie zum Beispiel die Bedeutung des Vaters und der Großväter für das eigene Mannsein angeschaut werden. Klaus Peill gestaltete mit den Männern die Fülle und Vielfalt der Männlichkeit in vielen Lingamformen aus Ton. Auch die Männer konnten wahlweise mit offenen oder geschlossenen Augen den Lingam formen. Bei der Wiederbegegnung mit den Frauen brachte jeder Mann sein Symbol der männlichen Kraft mit, und trug ihn achtsam in den großen weiblichen Schoß, um ihn auf den Lichtlingam zu stellen. Shiva und Shakti kamen so auf wunderschöne Weise wiederzusammen.

Der Höhepunkt war in diesem Jahr trotz aller Feierlichkeit nicht der Silvester Tantraabend, sondern der Abend danach. Da war der tantrische Erfahrungsraum mit sehr vielen Angeboten geöffnet, die achtsam und bewusst in eigener Verantwortung genutzt werden konnten. Der Tantra Tempel eröffnete eine Art "Tantra Zirkeltraining": Massageplätze, Tanzflor, Kuschelnest, Platz für frauenfreundliche Berührungen, das Rückzugsnest für Frauen, der Dunkelraum, verschiedene Separees, Meditationsplätze uvm. verlockten zu unzähligen Erfahrungen. In unregelmäßigen Abständen ertönte die Zimbel. Das bedeutete, sofort innezuhalten, drei tiefe Atemzüge zu nehmen und sich nach innen zu
wenden, um zu überprüfen, ob das äußere Tun dem inneren Seinszustand entsprach. Für alle Zustände, in die einem das Leben an diesem Abend führen konnte, gab es vorbereitete Plätze. Wer sich alleine nicht traute, bekam auf diese Weise Hilfe. Wer keine Lust hatte, nahm den Platz der Verweigerung ein und hängte sich ein großes Tuch über. Dieser Platz war allerdings kaum besetzt. Egal, was geschah, bei allem mußte das Schweigen eingehalten werden. Es war erstaunlich, wie eine so große Gruppe alle Regeln uneingeschränkt und zu jeder Zeit beachtete. Der Ritualabend am letzten Tag des BeFree Tantra Silvesterseminars begann und endete mit einer gemeinsamen Einstimmung durch Meditation und Euinladen heilsamer Kräfte - Grundbedingung für alle
Tantra Rituale. Zwischen diesen beiden Polen erstreckte sich die Gelegenheit, eigene Freiheit und Begrenzungen zu erfahren und heilsam zu verändern. Viele kleinere und größere Wunder konnten geschehen, was manches staunende Gesicht bezeugte. Die Quantum Light Breath Meditation am letzten Tag des BeFree Tantraseminars an Silvester rundete Seminar und alle Erfahrungen ab und erleichterte das Eintauchen in den Alltag. Dennoch blieben diesmal 35 Teilnehmer eine Nacht länger da. Manche hatten eine neue Liebe gefunden, und konnten sich noch nicht trennen. Andere wollten das Silvesterseminar noch ausklingen lassen und gemütlich am nächsten Morgen nach Hause fahren.
Nach dem Silvester Tantraseminar gibt es in der Regel die Gelegenheit, mit der Seminarleiterin Regina Heckert noch persönlich zu sprechen, wenn der Bedarf dazu da ist. Manchmal wird diese Gelegenheit nur von wenigen Teilnehmern genutzt, manchmal gibt es eine lange Warteschlange. Am Nachmittag ist für alle, die noch einen Tag verlängern, die Sauna geöffnet. Manche nützen auch die Gelegenheit, das schöne Städtchen Meißen zu besichtigen oder sogar nach Dresden zu fahren. Am Abend treffen sich dann alle "Dagebliebenen" zum gemeinsamen Gaumenschmaus in Meißen. In diesem Jahr hatten wir das gemütliche Nebenzimmer des Restaurants "ZenSur" reserviert. Dort gab es viel Gelegenheit zum Austausch, anregende Gespräche, Lachen und Geselligkeit. Ein Seminarteilnehmer ließ die "Zimbel" erklingen, forderte zum dreimaligen tiefen Atmen auf und ließ den letzten Ritualabend damit auf heitere Weise noch einmal aufblitzen. Doch alles Schöne nimmt ein Ende: Am nächsten Morgen sieht man sich noch zum gemeinsamen Frühstück. Dann reisen auch die letzten in alle Himmelsrichtungen ab, um bereichert ihrem Alltag zu begegnen. Glücklicherweise hatte uns der sehr schneereiche Winter vor Verheerungen bei Hin- und Rückfahrt bewahrt. Pünktlich zur Abreise waren die Straßenverhältnisse bestens. Auch die eisigen Temperaturen waren zurückgegangen.
BeFree Tantra an Silvester 2010-2011: So sah das verschneite Gut Frohberg aus:
Gut Frohberg ist schon seit langer Zeit das Seminarhaus für das BeFree Tantra Silvesterseminar. Fast jedes Jahr liegt dort Schnee und verzaubert Haus und Umgebung. Dieses Jahr lag der Schnee so hoch wie noch nie. Bundesweit gab es noch zwei Tage vor der Anreise Schnee Chaos auf den Autobahnen. Wie durch eine glückliche Fügung verliefen jedoch An- und Abreise für unsere Seminarteilnehmer völlig unbeschwert.






















